Atelierhaus FOE

Willkommen auf unserer Webseite. Erfahren Sie mehr über die produktive und vielfältige Arbeit der Münchner Künstlerinnen und Künstlerin ihren Ateliers sowie über die zugehörige Galerie FOE.

Der Künstlerverein Atelierhaus FOE e. V. hat seinen Sitz im Bürgerpark Oberföhring.

Er gehört zur Gemeinschaft der FOE 156, zusammen mit der Galerie FOE 156 und dem benachbarten Ateliers OK9.

Seit nunmehr fast 40 Jahren arbeiten die Künstlerinnen und Künstler in den Räumen des vormaligen Bogenhausener Krankenhauses, das nach dem 2. Weltkrieg diese Baracken eines Luftwaffenlazaretts übernommen hatte. 

Derzeit besteht die aktive Belegschaft aus 16 Künstlerinnen und Künstlern, die in verschiedensten künstlerischen Sparten tätig sind: Von Malerei, Bildhauerei über (Leucht-)Objekte, Fotografie und Textilkunst bis hin zu Video und Multimedia reicht die Spanne.

Die dankenswerte Förderung der Stadt München ermöglicht die produktive Nutzung der Ateliers.

Über 40 Jahre voller Kunst, Ideen und Vielfalt 

 

Seit 1985 ist das Atelierhaus FOE e.V. (früher Collage e. V. genannt) zusammen mit seiner „eigenen“ Galerie FOE 156 (diese bereits existiert seit 1988) eine zentrale Anlaufstelle für kulturelle Aktivitäten im Münchner Nordosten und darüber hinaus – manche sprechen auch von einer Kulturoase. 

Im Jahr 2025 feierte das Atelierhaus FOE e. V. also bereits sein 40-jähriges Bestehen. 

 

Und trotz unseres „fortgeschrittenen“ Alters sind unsere vielfältigen Aktivitäten immer noch dynamisch und aktuell. 

 

Seit vier Jahrzehnten ist unser Haus ein Ort der Begegnung für Künstlerinnen, Kreative, Kunstliebhaber und Bewohnerinnen des Viertels. 

 

 

Aber der Reihe nach, wie fing denn hier alles an? 

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wächst München explosionsartig. In den Gründerjahren braucht es dafür Ziegel, Ziegel und noch mehr Ziegel. Und genau diese Ziegel wurden über Jahrzehnte im Münchner Osten produziert, unter anderem auf unserem Gelände. 

 

Nachdem man auf dem Gelände keine Ziegel mehr produzieren konnte (es war „abgeziegelt“), kaufte das Deutsche Reich 35 Hektar Land und errichtete in insgesamt 27, aus Fertigteilen bestehenden Baracken, ein Luftwaffen-Lazarett. 

 

Nach dem Krieg war das Städtische Krankenhaus Oberföhring das einzige voll funktionsfähige Krankenhaus Münchens. Erst 1984 wurde das Oberföhringer Krankenhaus aufgelöst, es war durch das 1983 eingeweihte neue Städtische Klinikum Bogenhausen ersetzt worden. 

 

 

Und dann schlug 1985 die Stunde der Anarchie, der Kunst und der bunten Vielfalt: 

 

Das Gelände und damit auch unsere Baracke wurden von vielen unterschiedlichen Gruppierungen, Künstlervereinigungen, Sportlern, Musikern, Faschingsvereinen, Kindergarten, Puppen-Kasperltheater und vielen Vereinigungen mehr „besetzt.“ 

Und ein bunter zusammengewürfelter kleiner Haufen von Kunstschaffenden nahm „unser“ Haus 7 in Besitz. 

Bald schon sollte aber unser Tun legalisiert werden, die Landeshauptstadt München bot die Nutzung des Geländes und damit auch unserer Baracke über Mietverträge an. Voraussetzung hierfür war aber ein rechtliches Konstrukt für unsere Gruppe. 

Und so fand am 04.10.1985 die Gründungsversammlung unseres damals noch als Collage e. V. bezeichneten Vereins statt. 

Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten wurden wir dann auch im Vereinsregister am 20.05.1986 als gemeinnützig eingetragen und sind seit der Gründung und Eintragung im Vereinsregister durchgehend als gemeinnützig anerkannt worden. 

 

Und unsere Gründungsväter und -mütter haben es gut gemacht: 

Mit erheblichen Eigenmitteln und unzähligen unbezahlten Arbeitsstunden aller Vereinsmitglieder wurde das Haus 7 – unser Haus - im Jahre 1986 renoviert. 

Unser Haus wird seitdem überwiegend durch Eigenleistungen erhalten. 

Dankenswerterweise sind in der jüngeren Vergangenheit viele Arbeiten und deren Kosten auch von der LH München übernommen worden. 

 

Im Jahre 1988 kam dann die Galerie FOE hinzu, die von unserem Verein stets durch Überlassung des großen Galerieraumes sowie wirtschaftlich und personell unterstützt wurde: 

 

Die Galerie FOE als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst war und ist weit über die Stadtgrenzen Münchens hinaus bekannt. Ihre Galeristen waren und sind teils Externe, überwiegend aber Vereinsmitglieder. 

 

2028 steht unser nächstes großes Jubiläum an, diesmal hat unsere Galerie Geburtstag. 

 

 


 

Und was haben wir gemeinsam in den vergangenen 40 Jahren alles bewegt?


Im Rahmen der Aktionen und Aktivitäten unseres Vereins, seiner einzelnen Mitglieder und der Galerie FOE fanden seit 1985 statt:


  • über 200 Einzel- und Gruppenausstellungen in der Galerie FOE
  • seit 1987 jedes Jahr (bis auf die Coronazeiten) die Tage der offenen Ateliers/OPEN
  • seit 1985 unzählige Kurse und Ausbildungseinheiten durch unsere Mitglieder
  • zahlreiche Teilnahmen der Vereinsmitglieder an Ausstellungen im In- und Ausland



Nach einer groben Schätzung kamen - bedingt durch Wechsel im Mitgliederbestand unseres Vereins und aufgrund vom Verein ausdrücklich erwünschter Mehrfachnutzungen der Ateliers mittlerweile über 100 Künstlerinnen und Künstler in den Genuss dieser wunderbaren Atelierräume in dieser einmaligen Lage in München. 

 

 

 Und wie es sich für ein Jubiläum gehört, haben wir auch ein Geschenk bekommen: 

 

In unserem Mietvertrag wird dabei auf eine befristete Baugenehmigung abgestellt, die zuletzt bis zum 31.12.2025 befristet war. 

 

Nun kam pünktlich zu unserem Jubiläum die erlösende Nachricht: 

 

Die Lokalbaukommission hat mit Bescheid vom 17.02.2025 die befristete Baugenehmigung nunmehr bis zum 31.12.2036 verlängert. 

 

Damit ist die aktuelle Nutzung auf dem Areal insgesamt weiter möglich. Unser Haus bleibt ein Ort für die Kultur! 

 

Vielen herzlichen Dank allen Verantwortlichen der Landeshauptstadt München für dieses großzügige Geburtstagsgeschenk! 

 

 

Und wie kann es jetzt, wie darf es jetzt weitergehen mit diesem wunderbaren Ort?

 

Vor 40 Jahren haben wir nach einigen Anlaufschwierigkeiten schließlich diese hervorragend geeigneten Räumlichkeiten überlassen bekommen, in denen wir uns heute noch betätigen dürfen. 

 

Wir haben etwas aus dieser Chance gemacht, für uns, für die Kultur und für unsere städtische Gemeinschaft. 

 

Und wir konnten unserem Gemeinwesen etwas zurückgeben: 

 

  • lichte Momente mit Kunst
  • neue Erfahrungen
  • (manchmal unerwartete) Erkenntnisse
  • Perspektivwechsel
  • eigene kreative Erlebnisse unserer Kursteilnehmer
  • einen Ein-Blick in „unsere“ Welt

 

 

Dieses Gelände mit seinen wunderbaren Möglichkeiten und den noch kreativeren Menschen hier verdient mindestens weitere 40 Jahre voller Kunst und Ideen und darauf freuen wir uns. 

 

Wir wollen bleiben, wir werden bleiben und die Kunst bleibt immer